Vorentscheid Georgsmarienhütte: Close Call rauschen ins Finale

Close Call Alternative Metal live beim Rock in der Region-Vorentscheid 2017 in der Alten Wanne Georgsmarienhütte

Close Call

Läuft: Auch der dritte Vorentscheid war pickenpackenvoll, ziemlich genau 100 zahlende Gäste wollten sich die Rock in der Region-Runde im Südkreis nicht entgehen lassen. Das abwechslungsreiche Line Up des Abends reichte von Art-Folk bis Metal, und am Ende setzte sich die Lautstärke durch. Die Alternative Metal-Truppe Close Call wurde ins Finale gewählt, und zwar mit überwältigender Mehrheit bei Jury und Publikum. Close to Reality ziehen in die Relegationsrunde – ebenfalls mit Metal.

Close to Reality Metal live bei Rock in der Region 2017 Vorentscheid Georgsmarienhütte

Close to Reality

Los ging es dann auch ordentlich laut mit Close to Reality. Das Quintett hatte sich vor drei Jahren in Osnabrück zusammengefunden und zelebriert einen Metal-Fusion-Mix quer durch alle Subgenres: Da schimmerte mal moderner Metalcore durch, mal auch Deathmetal oder traditioneller, doublebass-begründerer Speedmetal. Derartig angeregt kam dann auch das Publikum schnell in Wallung.

Close Call hatten den zweiten Spielslot aus der Lostrommel gezogen und durften nach kurzen Soundcheck vor eine bereits gut angeheizte Meute treten. Der Alternative Metal des 2016 gegründeten Quaretts erinnert deutlich an die Helden der 90er: Machine Head hört man raus, mal auch rockigere und melodischere Sounds wie etwa bei Life of Agony. Als Vorbild dienten aber zweifellos Rage against the Machine: Das Set wurde mit deren Klassiker Killiing in the Name beendet, dementsprechend aus dem Häuschen das Publikum vor der Bühne.

Much Better, Thank You Art Folk live beim Rock in der Region Vorentscheid 2017 in der Alten Wanne Georgsmarienhütte

Much Better, Thank You

In eine völlig andere Kerbe schlugen dann Much Better, Thank you. Die Truppe um Sängerin und Violinistin Heidi macht in Art-Folk – dezent rockige Klänge mit ungewohnten bis ungewöhnlichen Songstrukturen und leicht proggigem oder vielleicht auch krautigem Einschlag. Durchaus also eine Sache, auf die man sich schon einlassen muss als Publikum, aber definitiv mit viel Herzblut und Können vorgetragen. Das Publikum jedenfalls nahm die von der Band am Ende ihres Sets verteilten Knicklichter gerne in die Hände und verwandelten die Alte Wanne in ein Meer (okay – vielleicht einen See) orange leuchtender Wellen.

L.A.G. Punkrock Ska Folk live beim Rock in der Region Vorentscheid 2017 in der Alten Wanne Georgsmarienhütte

L.A.G.

Zuletzt duften L.A.G. auf die Bühnenbretter. Teilweise rekrutiert sich das Personal aus der Band Nachthimmel, die in der Vergangenheit schon bei Rock in der Region dabei waren – der gleichnamige Song erinnerte daran. Jedoch gab es nun ein fröhliches Durcheinander aus Punkrock, Ska und Folk mit deutschsprachigen, optimistischen Texten. Vor allem Sängerin und Energiebündel Heike schaffte es, das Publikum auch am Ende des Konzertabends noch mitzureißen.

Jury und Publikum waren sich schließlich einig: Close Call sollen ins Finale – und zwar mit riesigem Abstand vorm Rest des Teilnehmerfeldes. Mit Close to Reality darf die zweite Metal-Truppe des Abends in die Relegationsrunde einziehen.

Die Ergebnisse:

Jury:
  1. Close Call 38,15%
  2. Close to Reality 24,28%
  3. Much Better, Thank You 19,46%
  4. L.A.G. 18,11%
Publikum:
  1. Close Call 41,40%
  2. Close to Reality 23,12%
  3. Much Better, Thank You 20,97%
  4. L.A.G. 14,52%
Gesamt:
  1. Close Call 39,77% –> Finale
  2. Close to Reality 23,70% –> Relegation