Finale 2018: Die Band des Jahres heißt Called to Mind

Called to mind Gewinnerband von Rock in der Region im Finale am 07.12.2018

Called to mind

Das Finale 2018 ist gelaufen. Vor einem mit gut 350 Gästen ganz gut gefüllten Saal gaben sich écru, Crip Election, Called to Mind, The Travelling Stone und 2Kant die Ehre. Am Ende durfte die Osnabrücker Indie/Alternative-Band Called to Mind den Pokal mit nach Hause nehmen.

Die erste Band des Abends – écru. Das Quintett aus Osnabrück durfte mit melodischem Hardcore das Finale einläuten. Mit vollem Körpereinsatz schrie und hüpfte sich der junge Sänger durch die Bühne geradewegs in die Herzen des Publikums. Die junge Nachwuchsband, die erst seit 2017 gemeinsam Musik produziert,

écru im Finale von Rock in der Region 2018 im Haus der Jugend. Zweitplatzierte

écru

mobilisierten ihre Kräfte, um mit Charme und Leidenschaft die Gunst des Publikums für sich zu gewinnen.

Als nächstes durften Crip Election auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Im Vergleich zu den anderen Bands wirkten sie zwar eher wie die alten Hasen, doch haben die vier nicht grundlos den Platz fürs Finale in der Relegation für sich entschieden. Crip Election spielen verspielten Rock, Grunge oder Post-Something, wobei

Crip Election im Finale von Rock in der Region 2018 im Haus der Jugend. Fünftplatzierte

Crip Election

Erinnerungen an Größen der 90er wie Smashing Pumpkins oder Soundgarden wach werden.

Called to Mind dagegen bestachen vor allem durch ihren häufig zweistimmigen Gesang, der der eingängigen Mischung aus Pop, Rock und sogar leichten Metal-Anteilen eine ganz eigenständige Note gab. Kleine Kuriosität am Rande: Die Band gab es in dieser Form vor etlichen Jahren schon einmal in Uelzen. Vor zwei Jahren hatten dann alle Beteiligten in Osnabrück wieder zueinandergefunden.

TTS im Finale von Rock in der Region 2018 im Haus der Jugend. Drittplatzierte

The Travelling Stone

Bei der Bad Essener Band The Travelling Stone wurde es dann geradezu radiotauglich, und nicht unverdient versammelte sich eine textsichere und lautstarke Fanschar vor der Bühne. Was man den Jungs deutlich anmerkt: Die haben richtig Spaß bei dem was sie tun. Und spielen können sie auch ziemlich tight.

2Kant im Finale von Rock in der Region 2018 im Haus der Jugend. Viertplatzierte

2Kant

Mit 2Kant trat als letztes eine der bislang wohl schrägsten Finalbands der letzten Jahrzehnte auf die Bühnenbretter. Zentrum des Geschehens war ein riesiger Boxenturm nebst bunt blinkenden und Nebel spuckenden Gerätschaften, das Dargebotene bewegte sich irgendwo zwischen NDW, Elektro, Rock, Musik-Kaberett und Kunstperformance.

Bei der Auszählung der Publikums- und Jurystimmen dann die große Spannung, einen klaren Favoriten scheint es nicht zu geben. Am Ende konnten in der Gesamtwertung dann Called to Mind knapp durchsetzen, gefolgt von écru und The Travelling Stone.

Called to mind Gewinnerband von Rock in der Region im Finale am 07.12.2018

Called to mind

Und hier die Gewinnzahlen:

Jury:

  1. Called to Mind 27,99%
  2. The Travelling Stone 22,15%
  3. écru 21,44%
  4. 2Kant 15,87%
  5. Crip Election 12,55%

Publikum:

  1. écru 26,97%
  2. Called to Mind 23,25%
  3. 2Kant 17,32%
  4. The Travelling Stone 17,11%
  5. Crip Election 13,95%

Gesamt:

  1. Called Mind 25,62%
  2. écru 24,21%
  3. The Travelling Stone 19,63%
  4. 2Kant 16,60%
  5. Crip Election 13,95%

Einen Presseartikel von der NOZ gibt’s hier.

Relegationsrunde: Die letzte Finalband heißt Crip Election

Crip Election Rock in der Region 2018 Ostbunker

Crip Election

Die letzte Finalband steht fest: In der Relegationsrunde im Ostbunker spielten sich Crip Election in die Finalrunde am kommenden Freitag.

Traditionell im Ostbunker im Osnabrücker Schinkel hatten am letzten November-Freitag noch einmal alle Zweitplatzieren der Vorentscheide die Gelegenheit, einen der begehrten Slots im Finale im Großen Saal des Haus der Jugend zu ergattern. Auf der Bühne standen an diesem Abend die beiden Singer/Songwriter Leif Lauxtermann und Thore Wittenberg, die Alternative-Band Crip Election und die Heavy Metal-Combo Tomb of Giants.

Tomb of Giants Rock in der Region 2018 Ostbunker

Tomb of Giants

Letztere machten den Anfang. Wie auch aus dem Publikum zu vernehmen war, hatte das Quartett aus Melle im Unterschied zu letzter Woche noch einen ganzen Zahn zugelegt und präsentierte ihren klassischen Heavy Metal noch eine Idee zackiger. Irgendwo zwischen Größen wie Iron Maiden, Accept und vielleicht sogar Manowar einzuordnen, hatten h sichtlich Spaß an der Sache und schredderten munter drauf los, inklusive Ausflüge der Saiten-Fraktion ins Publikum.

Thore Wittenberg sorgte im Anschluss für eine kleine Entspannungsphase für die Gehörgänge. Dem jungen Liedermacher mit den blonden Haaren war anzumerken, dass er schon das ein oder andere Mal auf der Bühne stand und führte das schmunzelnde

Thore Wittenberg Rock in der Region 2018 Ostbunker

Thore Wittenberg

Publikum humorvoll durch sein halbstündiges Set aus Liedern über Politik und Gesellschaft, dies und das und Dosenbier. Das ganze würde sicherlich auch hervorragend als Punkrock-Band funktionieren, aber auch ganz allein sorgt Thore für gelungene Unterhaltung.

Auf der dritten Position durften Crip Election ran. Die vierköpfige Band aus Osnabrück hat sich dem Alternative-Rock verschrieben, Assoziationen an bekannte Bands der 90er wie Smashing Pumpkins, Alice in Chains oder etwa Pearl Jam kommen auf. Durchaus verspielt kann man die Musik des Quartetts sicher nennen, auf jeden Fall aber solide und mit Kraft vorgetragen.

Mit Leif Lauxtermann wurde der Abend entgegen jeder Gewohnheit einmal leise beendet. Der junge Liedermacher aus Georgsmarienhütte ist erst seit etwa anderthalb Jahren auf den Bühnen der Region unterwegs, aber hatte sich mit seinen ruhigen, melancholischen

Leif Lauxtermann Rock in der Region 2018 Ostbunker

Leif Lauxtermann

Songs über große Gefühle einen Platz in der Relegation und im Herzen des Publikums erspielt.

Am Ende waren sich Publikum und Jury einig: Crip Election sollen ins Finale gehen. Dabei kam es zu einem kuriosen und statistisch extrem unwahrscheinlichen Juryergebnis: Tomb of Giants und Crip Election erzielten mit 30,47% auf zwei Nachkommastellen exakt die gleiche Jurybewertung. Das ist so noch nicht vorgekommen.

Und hier die Ergebnisse:

Jury:
1. Crip Election 30,47%
1. Tomb of Giants 30,47%
2. Thore Wittenberg 22,28%
3. Leif Lauxtermann 16,69%

Publikum:
Crip Election 38,24%
Tomb of Giants 29,41%
Thore Wittenberg 17,65%
Leif Lauxtermann 14,71%

Gesamt:
1. Crip Election 34,36%
2. Tomb of Giants 29,94%
3. Thore Wittenberg 20,02%
4. Leif Lauxtermann 15,70%

Vorentscheid Hagen: Called to Mind bei Stocks weiter

Privacy bei Rock in der Region 2018 in Hagen bei Stocks

Privacy

Gelungener Rock in der Region-Einstand des Stockrock e.V. in Hagen: Über 100 Gäste feierten die drei auftretenden Bands auf der urigen Bühne der Gaststätte Stock. Am Ende trafen  Jury und Publikum eine gemeinsame, wenn auch knappe Entscheidung – Die Osnabrücker Alternative-Band Called to Mind sollen ins Finale.

Den Anfang machte jedoch die junge Pop Rock-Band Privacy, die schon das ein oder andere Mal auf Musikbüro-Konzerten zugange war. Ungewöhnlich und charmant: Die Jungs wagen sich an das große Thema Powerballade, und das sogar richtig gekonnt. Da brandete dann auch mal der ein oder andere Szenenapplaus auf. Auch wenn sie leider nicht in die nächste Runde vorrücken durfte, sollte man die Band auf jeden Fall auf dem Radar behalten. Auf jeden Fall, wenn man Pop-Balladen der 90er mag.

Tomb of Giants Rock in der Region 2018 in Hagen bei Stocks

Tomb of Giants

In eine gänzlich andere Kerbe schlugen Tomb of Giants aus Melle. Hier gab es klassischen Metal, wie man es von den Vertretern der alten neuen Welle britischen Heavy Metals wie Iron Maiden oder Power Metal-Bands wie Manowar kennt: Die hohe, durchsetzungsfähige Stimme des Sängers Sergio mit dem sympathischen italienischen Akzent arbeitete sich gekonnt durch das Dickicht aus Rhythmus- und Gitarrengeschredder.

Als letztes durften Called to Mind auf die Bühne. Das vor zwei Jahren nach längjähriger Pause in Osnabrück wieder gegründete Quartett hält sich musikalisch irgendwo im Spannungsfeld zwischen Indie und Pop auf der einen und Alternative und Metal auf der

Called to Mind bei Rock in der Region 2018 in Hagen bei Stocks

Called to Mind

anderen Seite auf, was zu durchaus recht interessanten Sounds führt. Markenzeichen von Called to Mind ist jedoch der häufig zweistimmige Gesang der beiden Frontmänner, die gleichzeitig auch die Gitarren bedienten.

Am Ende war die Sache klar: sowohl Jury als auch Publikum wählten Called to Mind auf den ersten Platz und damit ins Finale am 07.12. im Haus der Jugend. Die Metal-Combo Tomb of Giants dürfen wir uns am kommenden Freitag, dem 30.11. noch einmal im Ostbunker zu Gemüte führen.

Und hier die Ergebnisse:

Jury:

1. Called to Mind 37,39%
2. Tomb of Giants 36,35%
3. Privacy 26,26%

Publikum:

1. Called to Mind 39,74%
2. Tomb of Giants 31,41%
3. Privacy 28,85%

Gesamt:

1. Called to Mind 38,57%
2. Tomb of Giants 33,88%
3. Privacy 27,56%

Vorentscheid Bramsche: Écru spielen sich ins Finale

Am Samstag wetteiferten Thore Wittenberg, écru und TRI im Bramscher Jugendtreff Alte Webschule vor 92 zahlenden Gästen um den Platz im Finale. Es war ein harter Kampf um die Gunst der Jury und des Publikums und dementsprechend knapp sind auch die Platzierungen ausgefallen.

Thore Wittenberg Live in der Alten Webschule Bramsche bei Rock in der Region 2018 am 17.11.2018

Thore Wittenberg

Beim ersten Künstler des Abends handelte es sich um Thore Wittenberg. Der junge Singer-Songwriter erfüllte alles, aber nicht unbedingt das klassische Klischee eines romantischverträumten Musikers. Möchte man seine Musik beschreiben, so ließe sich am ehesten so beschreiben: Man nehme eine aufstrebende Punkband mit deutschen Texten, schmeiße alle Musiker bis auf den Gitarristen aus der Band und drücke ihm eine Klampfe in die Hand, dann hat man einen Thore Wittenberg, der sich nicht zu schade ist, den ein oder anderen frechen Spruch in Richtung écru auszuteilen.

Doch ließen sich écru nicht großartig davon beirren. Stattdessen darboten die fünf Jungs eine grandiose Perfomance. Der harmonische Gesang wechselte sich mit der richtigen Anteilen gegrowlter Parts ab, dem instrumentalen Part gelang spielend der Spagat zwischen reinem Gekloppe und ernsthaften Melodien. Insgesamt ein sehr stimmiges Gesamtkonzept, dass écru dem Publikum bieten konnte.

écru Live in der Alten Webschule Bramsche bei Rock in der Region 2018 am 17.11.2018

écru

TRI Live in der Alten Webschule Bramsche bei Rock in der Region 2018 am 17.11.2018

TRI

TRI – die letzte Band des Abends. Progressive-Rock, Alternative, vielleicht auch ein bisschen Skaterpunk, wie auch immer man die Musik des Trios beschreiben möchte, das Publikum war von ihnen vollends überzeugt. Die kreative Leistung an der Gitarre wurde passend durch den kräftige Bass und das treibende Drumset unterstützt und so konnten die lebhaften Texte TRIs ihre volles Potenzial ausschöpfen.

[lisa]

Die Ergebnisse:

Jury

  1. écru 45,72%
  2. Thore Wittenberg 34,05%
  3. TRI 20,23%

Publikum

  1. TRI 40,58%
  2. écru 32,61%
  3. Thore Wittenberg 26,81%

Gesamt

  1. écru 39,17%
  2. Thore Wittenberg 30,43%
  3. TRI 30,41%

Kaum zu glauben, aber nur 0,02% machen trennen den Zweit- und Drittplatzierten von einander. Trotzdessen hat sich Thore Wittenberg seinen rechtmäßigen Platz für die Relegation am 30.11 im Osnabrücker Ostbunker erspielt.
Doch vollkommen zu recht dürfen écru im Finale von Rock in der Region am 07.12 im Haus der Jugend ihr Können unter Beweis stellen.